Manchmal beginnt großer Erfolg mit kleinen Dingen – zum Beispiel einer Tablette. Dass Aspirin heute zu den bekanntesten Arzneimitteln der Welt zählt, hat seinen Ursprung in Wuppertal. Bei meinem Besuch bei Bayer (Öffnet in einem neuen Tab) wurde die Erfolgsgeschichte, die 1898 begann, wieder lebendig: In der Ausstellung „Aspirin rund um die Welt“ erzählen Verpackungen und Exponate aus über 100 Ländern davon, wie ein Wirkstoff, der in Wuppertal erfunden und entwickelt wurde, globale Bedeutung erlangt hat.
Pharma und Health Care haben hier eine lange Tradition – und Bayer ist eines der prägenden Unternehmen der Branche. 1863 gegründet, entwickelte sich Bayer zu einem weltweit tätigen Life-Science-Konzern. Im Geschäftsjahr 2024 erzielte der Global Player mit weltweit 93.000 Beschäftigten einen Umsatz von 46,6 Milliarden Euro.
Heute werden auf dem Werksgelände an der Wupper 20 Wirkstoffe für den internationalen Markt produziert. Der Fokus liegt auf Kardiologie und Onkologie.
Ein Signal für die Zukunft des Standorts setzte Bayer 2025 mit dem Erwerb der Fläche des ehemaligen Heizkraftwerks. Das Areal grenzt an bestehende Betriebsflächen und eröffnet neue Entwicklungsperspektiven. Auch wenn konkrete Nutzungen noch offen sind, ist das eine gute Nachricht für Wuppertal.
Auch sonst ist in den letzten Monaten einiges passiert bei Bayer. So wurde das Werk freiwillig in eine höhere Stufe der Störfallverordnung eingruppiert, um flexibler an neuen Medikamenten forschen und entwickeln zu können. Innovationskraft spielt eine wichtige Rolle in Wuppertal: Am Aprather Weg betreibt Bayer seit 2021 Europas größtes Forschungszentrum der Pharmabranche mit 250 Laboren auf 36.000 Quadratmetern.
Bayer ist damit auch einer der wichtigsten Arbeitgeber für hochqualifizierte Fachkräfte in Forschung & Entwicklung in der Stadt. Zugleich beweist das Unternehmen seine Bedeutung für die Nachwuchsförderung: 47 (!) junge Menschen haben im letzten Jahr ihre Ausbildung bei Bayer in Wuppertal begonnen.
Das soziale Engagement von Bayer spiegelt sich durch Kooperationen mit der Junior Uni Wuppertal sowie umfangreiche Sport- und Kulturförderung wieder. Und natürlich einer aktiven Rolle im Circular Valley. Dass Bayer in der Nachbarschaft gegründet wurde, wo heute die Wiege des Circular Valley liegt, ist mehr als eine historische Randnotiz. Es unterstreicht die enge Verbindung zwischen industrieller Tradition, Innovation und Zukunftsthemen wie Kreislaufwirtschaft in Wuppertal.
Vielen Dank an Standortleiter Dr. Bert Lorenz für den wertvollen Einblick in einen globalen Konzern mit lokalen Wurzeln.
Wer mehr über das Unternehmen erfahren möchte, wendet sich gerne an das Team der Wirtschaftsförderung Wuppertal.



