Was soll ich anziehen?! Auf diese Frage hat das Unternehmen Kettler aus Wuppertal eigentlich immer eine passende Antwort – zumindest, wenn es um Berufskleidung geht.
Ob Arztkittel, Schweißschutzhose, Sicherheitsschuhe oder Schreinerkittel: Im Laden der Kettler Berufskleidung & Technische Textilien GmbH (Öffnet in einem neuen Tab) an der Schwelmer Straße in Langerfeld findet sich Berufsbekleidung für ganz unterschiedliche Branchen: von Medizin und Pflege über Gastronomie und Handwerk bis zur Industrie.
Doch Kettler kann mehr als verkaufen. Das Unternehmen produziert auch selbst.
Gegründet wurde Kettler 1987 von Renate Kettler zunächst als Lohnkonfektionsbetrieb. Aus 300 Quadratmetern sind inzwischen über 800 Quadratmeter Laden- und Produktionsfläche geworden. Mehr als 20 Mitarbeitende arbeiten heute im Unternehmen. Und trotz dreier Umzüge ist eines immer gleich geblieben: Kettler ist Wuppertal treu geblieben.
Besonders spannend ist der Blick in die hauseigene Produktion. Dort entstehen unter anderem Bänder, Litzen und Gewirke – klassische Produkte der Wuppertaler Textilindustrie. Sie werden in manuellen bis halbautomatisierten Prozessen mit selbst entwickelten Anlagen hergestellt. Zum Einsatz kommen dabei u.a. Ultraschalltechnik oder Heiß- und Kaltschneidverfahren.
Die Technischen Textilien finden anschließend ihren Weg in ganz unterschiedliche Branchen und Anwendungen, etwa in Filtration, Bauindustrie und Automotive.
Und Kettler zeigt auch, wie sich Tradition und Innovation verbinden lassen. Seit einigen Monaten kooperiert das Unternehmen mit dem Berliner Startup ADOTC, um neue Möglichkeiten der Automatisierung von Konfektionsprozessen zu erproben. Dabei treffen Robotik und Textil-Engineering mal nicht auf die klassische Großserie, sondern auf flexible und spezialisierte Fertigungsprozesse.
Wuppertaler Textiltradition trifft auf neue Technologien. Genau diese Verbindung von hochspezialisiertem, jahrzehntelang gewachsenem Fachwissen und der Offenheit gegenüber neuen digitalen, oft KI-basierten technischen Möglichkeiten, finden wir in vielen lokalen Textilunternehmen. Und das ist es auch, was die Branche der technischen Textilen weiterentwickelt und so spannend macht.
Vielen Dank an Geschäftsführer Jörg Jung für den Einblick und den offenen Austausch!
Wer mehr über das Unternehmen erfahren möchte, wendet sich gerne an Sandra Kunhenn (Mail: kunhennwf-wuppertalde, Tel: 0202 24807-15) aus dem Team der Wirtschaftsförderung Wuppertal.



