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Aktuelles | 01.12.2025

DefenseTech-Meetup: Dual Use, Regulierung und neue Innovationschancen

Beim dritten Meetup des DefenseTech-Inkubator.NRW diskutierten Expert*innen aus Wirtschaft, Forschung, Startups und Verteidigungssektor zentrale Fragen zu Dual-Use-Technologien – von rechtlichen Rahmenbedingungen bis hin zu praktischen Anwendungsbeispielen aus der Region.

Das dritte DefenseTech-Meetup in Wuppertal brachte Akteur*innen aus Wirtschaft, Startups, Forschung, Beratung und dem Defense-Bereich zusammen, um die Entwicklungen im Feld der Dual-Use-Technologien aus unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten. Gastgeber des Abends war RIEDEL Communications, ein international tätiges Technologieunternehmen aus Wuppertal.

Zum Auftakt betonte Eva Platz, Vorständin der Wirtschaftsförderung Wuppertal, die Bedeutung des Themas für die Zukunftsfähigkeit des Standorts. Dual-Use-Technologien, die sowohl zivil als auch militärisch eingesetzt werden können, eröffnen neue Innovationsfelder – erfordern jedoch zugleich eine sorgfältige Auseinandersetzung mit Verantwortung, Regulierung und gesellschaftlicher Akzeptanz.

Dual Use als Wachstumstreiber
Gemeinsam mit dem DefenseTech-Inkubator.NRW wurde deutlich, welche Chancen Dual-Use-Technologien insbesondere für technologieorientierte Startups und mittelständische Unternehmen in NRW bieten. Sie gelten als potenzieller Motor für einen „neuen Mittelstand“, der technologische Kompetenz mit sicherheitsrelevanten Anforderungen verbindet.

Regulierung im Fokus
Die Expert*innen der Kanzlei HEUKING erläuterten die komplexen rechtlichen Rahmenbedingungen, die Unternehmen beim Einstieg in Defense-orientierte Märkte berücksichtigen müssen. Vergaberecht, öffentliches Preisrecht und Exportkontrolle wurden als zentrale Faktoren identifiziert, die über den Markteintritt und die Skalierbarkeit von Produkten entscheiden.

IT für Wirtschaft und Streitkräfte
Einblicke in die wachsende Verzahnung von ziviler („weißer“) und militärischer („grüner“) IT boten die Vertreter von CGI. Sie zeigten auf, welche Anforderungen an Sicherheit, Resilienz und Interoperabilität im NATO-Umfeld entstehen und wie Unternehmen sich auf diese Standards vorbereiten können.

Best Practice aus Wuppertal
Mit PREVENCY® präsentierte Lars Niggemann ein Praxisbeispiel aus der Region: eine Softwarelösung aus Wuppertal, die bereits in realen NATO-Übungsszenarien eingesetzt wird. Das Beispiel machte deutlich, welche Innovationskraft in der lokalen Tech-Szene steckt und wie regionale Unternehmen erfolgreich internationale Märkte bedienen können.

Austausch, Orientierung und Vernetzung
Das Meetup bot Raum für offene und fachlich fundierte Diskussionen darüber, wie sich neue Märkte entwickeln, welche Potenziale sich für Unternehmen ergeben und wie Berührungsängste gegenüber dem Defense-Bereich abgebaut werden können. Ziel der Veranstaltungsreihe ist es, Perspektiven aus Wirtschaft, Forschung und Verteidigung zusammenzuführen und damit Orientierung in einem komplexen, dynamischen Innovationsfeld zu geben.

Besonderer Dank gilt dem DefenseTech-Inkubator.NRW sowie den Expert*innen Marc Philip Greitens und Dr. Thomas Jansen (HEUKING), Ansgar Kaltwasser (CGI) und Lars Niggemann (PREVENCY). Ebenso dankt die Wirtschaftsförderung Wuppertal RIEDEL Communications für die Gastfreundschaft und Einblicke in ein international aktives Technologieunternehmen aus der Region.

Startups und Unternehmen, die Dual-Use-Ansätze verfolgen oder prüfen möchten, können sich weiterhin an die Wirtschaftsförderung Wuppertal wenden. Wir unterstützen bei der Vernetzung mit relevanten Partnern und bei den nächsten Schritten im Innovationsprozess.

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

  • Wirtschaftsförderung Wuppertal
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