Die Fit4Klima-App richtet sich an alle, die ihren Alltag gesünder und gleichzeitig klimafreundlicher gestalten möchten. Nach einer intensiven Entwicklungsphase steht sie nun kostenlos zum Download bereit.
„Im Mittelpunkt der Fit4Klima-App steht die wirkungsvolle Verknüpfung von gesundheitsförderlichem und klimafreundlichem Verhalten. In diesem Rahmen unterstützt die App Nutzende dabei, durch kleine, alltagsnahe Verhaltensänderungen positive Effekte für das eigene Wohlbefinden und die Umwelt zu erzielen“, erklärt Projektmanager Dr. Patrik Fröhlich vom Lehrstuhl für Arbeits-, Organisations- und Wirtschaftspsychologie der Bergischen Universität.
Dabei erhalten Nutzende kreative Herausforderungen, sogenannte „Challenges“, in den Bereichen Ernährung, Mobilität und Freizeit. Zusätzlich bekommen Nutzende praxisnahe Informationen und konkrete Impulse zu Themen wie bewusster Ernährung, dem eigenen Konsumverhalten oder mehr Bewegung im Alltag.
Veränderungen anstoßen und verstetigen
Die App zielt dabei nicht nur auf individuelles Verhalten ab, sondern adressiert durch sogenannte „Handabdruck“-Challenges auch strukturelle Veränderungen. „Handabdruck“ bedeutet dabei, dass man – im Gegenentwurf zum CO2-Fußabdruck – durch eigenes Handeln klimafreundliches Verhalten bei Mitmenschen sowie in gesellschaftlichen Strukturen anstößt, etwa durch die Gründung einer Fahrgemeinschaften-Initiative oder den Einsatz für gesündere Speisen in Mensen und Kantinen.
Ein besonderes Merkmal der App ist die Möglichkeit, die eigene Entwicklung Schritt für Schritt zu verfolgen. „Auch kleine Fortschritte werden sichtbar gemacht und laden dazu ein, neue Routinen auszuprobieren und langfristig in den Alltag zu integrieren“, betont Patrik Fröhlich. Darüber hinaus können sich Nutzende in Gruppen zusammenschließen. So wird nachhaltiges Verhalten nicht nur individueller, sondern auch gemeinschaftlich erlebbar.
Zum Download
Weitere Forschung nach dem App-Start
Die Fit4Klima-App soll einen Beitrag zur Verknüpfung von Gesundheitsförderung und Klimaschutz leisten. Dafür werten die Forschenden auch die anonymisierten Nutzungsdaten aus. „So können wir abschätzen, wie viel CO2 durch die Nutzung der App eingespart werden kann. Auf diese Weise soll sichtbar gemacht werden, welches Potenzial in der gemeinsamen Unterstützung gesundheitsförderlicher und klimafreundlicher Verhaltensweisen liegt“, so Julia Bahlmann, die ebenfalls im Fit4Klima-Projekt als Wissenschaftliche Mitarbeiterin mitwirkt.
Die Fit4Klima-App wird kontinuierlich weiterentwickelt, um Nutzende langfristig bei einem gesundheitsförderlichen und klimafreundlichen Alltag zu unterstützen. Dabei werden in den nächsten Wochen weitere Challenges verfügbar gemacht, die Teamfunktionen erweitert und ein Tutorial ergänzt, das den Einstieg in die App zusätzlich erleichtert.
Lokale Kooperation
Das Fit4Klima-Projekt wird von einem interdisziplinären Team der Bergischen Universität bestehend aus Mitarbeitenden des Zentrums für Transformationsforschung und Nachhaltigkeit, des Lehrstuhls für Arbeits-, Organisations- und Wirtschaftspsychologie und des Lehrstuhls für Applied Economics durchgeführt. Es wird vom Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative gefördert. Die Praxispartner*innen der Bergischen Universität Wuppertal im Projekt sind die Stadtsparkasse Wuppertal, die BarmeniaGothaer und die AOK Rheinland/Hamburg.



