Ein fehlendes Lebensmittel am späten Abend oder am Sonntagmorgen – eine Situation, die viele kennen. Im Wuppertaler Luisenviertel gibt es dafür nun eine neue, zeitgemäße Lösung: Mit dem Local Hub in der Luisenstraße 94 hat das Wuppertaler Startup Local Life (Öffnet in einem neuen Tab) einen automatisierten Mini-Markt eröffnet, der rund um die Uhr zugänglich ist und die Nahversorgung im Quartier ergänzt.
Der Local Hub wurde offiziell eröffnet und steht seitdem allen Anwohner*innen und Besucher*innen des Viertels jederzeit zur Verfügung. Das Konzept: ein kompaktes, vollwertiges Versorgungsangebot, das genau dann erreichbar ist, wenn klassische Supermärkte bereits geschlossen haben – digital, effizient und nachhaltig.
Elf Automaten, ein klares Konzept
Herzstück des Local Hubs sind elf hochmoderne Verkaufsautomaten, die nach Warengruppen strukturiert sind. Das Sortiment reicht von Getränken, Snacks und Trockenwaren über Molkereiprodukte bis hin zu Hygieneartikeln und Haushaltswaren. Ergänzt wird das Angebot durch frische Produkte, unter anderem Fleischwaren der regionalen Metzgerei Kaufmann oder Kaffee der lokalen Rösterei talbohne.
Die Bedienung erfolgt intuitiv über Touchterminals: Produkt auswählen, bezahlen und direkt mitnehmen. Bezahlt werden kann bar, mit Karte oder digital. Personal ist vor Ort nicht erforderlich – ein Ansatz, der insbesondere dort neue Versorgungsmöglichkeiten schafft, wo Zeit, Fläche oder personelle Ressourcen begrenzt sind.
Fokus auf Qualität, Regionalität und Nachhaltigkeit
Hinter dem Local Hub stehen Jakob Larsen und Valentin Steinbrenner, die Geschäftsführer des Wuppertaler Unternehmens Local Life. Das Startup wurde 2020 gegründet und verfolgt seitdem eine klare Mission: gesunde Ernährung und nachhaltige Versorgung in Unternehmen, Bildungs- und öffentlichen Einrichtungen sowie zunehmend auch im urbanen Raum zugänglich zu machen.
Das Angebot im Local Hub hebt sich bewusst von klassischen Kiosk- oder Spätkaufkonzepten ab. Tabakwaren, Zeitschriften oder typische Kioskartikel gehören nicht zum Sortiment. Stattdessen setzt Local Life auf hochwertige Produkte, kurze Lieferketten und die Zusammenarbeit mit regionalen Herstellern.
Vom Automatenanbieter zum Quartiersversorger
Local Life betreibt aktuell rund 70 Automaten in Kantinen, Krankenhäusern, Bildungseinrichtungen und öffentlichen Gebäuden. Mit dem Local Hub im Luisenviertel erweitert das Startup sein Geschäftsmodell gezielt in Richtung Quartiersversorgung. Ziel ist es, das bestehende Angebot im Stadtteil sinnvoll zu ergänzen, ohne in Konkurrenz zur Gastronomie zu treten.
Neben weiteren Automatenstandorten arbeiten die Gründer bereits an neuen Formaten, darunter ein mobiler Local Hub, bei dem die Automaten in einem Übersee-Container gebündelt werden. Damit ließen sich künftig auch temporäre oder bisher unterversorgte Standorte erschließen.
