Nachhaltigkeit ist längst kein Zukunftsthema mehr – sie ist Teil unternehmerischer Verantwortung und Wettbewerbsfähigkeit. Mit dem Auftakt der 14. Projektrunde von ÖKOPROFIT im Bergischen Städtedreieck setzen acht Unternehmen aus Wuppertal, Solingen, Remscheid und Radevormwald ein Zeichen für gelebten Umweltschutz und ressourcenschonendes Wirtschaften.
Seit 25 Jahren wird das Programm in Nordrhein-Westfalen umgesetzt. Das Bergische Städtedreieck gehört dabei zu den aktivsten Regionen: 167 Unternehmen haben hier bereits das begehrte ÖKOPROFIT-Siegel erhalten – und damit belegt, dass sich Ökologie und Ökonomie erfolgreich verbinden lassen.
Die bisherige Bilanz spricht für sich. 34,7 Mio. kWh Energie und 23.200 Tonnen CO₂ können bereits durch ÖKOPROFIT-Maßnahmen jährlich eingespart werden. Begleitet von einer jährlichen Kosteneinsparung von rund 5,8 Millionen Euro für die teilnehmenden Unternehmen.
Acht Unternehmen – ein Ziel
Bei der 14. ÖKOPROFIT-Runde gehen an den Start:
- Bandwirker-Bad (Öffnet in einem neuen Tab) (Wuppertal): möchte im Rahmen des Projekts die Schwimmbadtechnik energetisch optimieren.
- CEMAGG (Öffnet in einem neuen Tab) (Solingen): Betreiberin des Einkaufszentrums Hofgarten, reagiert auf die steigende Nachfrage nach Nachhaltigkeit seitens Mieter und Kundschaft.
- Karl Dieckhoff (Öffnet in einem neuen Tab) (Wuppertal): Textilunternehmen für Gesundheits- und Hotelsektor, möchte Energie- und Wasserverbräuche senken.
- Karl Schneider (Öffnet in einem neuen Tab) (Remscheid): Handwerksbetrieb für Sanitär, Wärme und Klima – Ressourceneffizienz ist Teil des Tagesgeschäfts.
- Policks Backstube (Öffnet in einem neuen Tab) (Wuppertal): Bäckereikette mit über 100 Mitarbeitenden, arbeitet an Lösungen für energieintensive Backprozesse und Abfallvermeidung.
- RADO Gummi (Öffnet in einem neuen Tab) (Radevormwald): Hersteller von Kautschukteilen – Nachhaltigkeitsmanagement wird zunehmend von Automobilkunden gefordert.
- Sana-Klinikum (Öffnet in einem neuen Tab) (Remscheid): Fokus auf Abfallvermeidung und effizientere Ressourcennutzung im Hygienemanagement.
- Steinhaus & Co Konserven (Öffnet in einem neuen Tab) (Remscheid): Hersteller von Fruchtkonserven, möchte über ÖKOPROFIT den Einstieg in Umweltzertifizierungen finden.
Bewusstsein für nachhaltiges Handeln schärfen
Zum Auftakt begrüßte Thomas Heider von der Landeseinrichtung NRW.Energy4Climate die Teilnehmenden und machte deutlich: „ÖKOPROFIT ist das Starterpaket – ein niederschwelliger Einstieg in nachhaltiges Wirtschaften.“ Gerade im Hinblick auf die zunehmende verpflichtende Nachhaltigkeitsberichterstattung sei das Thema aktueller denn je. Aber auch ohne gesetzliche Vorgaben, ist für viele Unternehmen Nachhaltigkeit längst Teil moderner Unternehmensführung.
Von Beginn an begleitet wird das Projekt von Dr. Stefan Große-Allermann von der B.A.U.M. Consult GmbH. Sein Anspruch: durch ÖKOPROFIT nicht nur technische Verbesserungen anstoßen, sondern vor allem neues Denken fördern. „Wir wollen das Bewusstsein ändern, vom alten Mindset ‚Wohin mit dem Abfall?‘ hin zu ‚Wo kommt der Abfall überhaupt her?‘“, so Große-Allermann.
Das gelingt auch durch den intensiven Austausch im Netzwerk. Ob Textilproduzent oder Handwerksbetrieb – die unterschiedlichen Perspektiven inspirieren und zeigen, wie vielseitig Nachhaltigkeit in der Praxis umgesetzt werden kann.
Das Projekt läuft über ein Jahr und kombiniert Workshops, Beratung und praktische Umsetzung. Neben der Wissensvermittlung zu Umweltrecht, Arbeitsschutz und Energiemanagement besuchen die Expertinnen und Experten von B.A.U.M. Consult die Betriebe vor Ort, um konkrete Einsparpotenziale zu identifizieren.
Die Maßnahmen reichen von der Umstellung auf LED-Beleuchtung über Photovoltaikanlagen und E-Mobilität bis hin zu optimierten Lüftungs- oder Wassersystemen. Viele Investitionen amortisieren sich bereits nach wenigen Jahren – ein klassisches Win-win für Umwelt und Unternehmen.
Am Ende steht die Prüfung durch eine Fachkommission. Wer überzeugt, erhält das ÖKOPROFIT-Siegel – ein sichtbares Zeichen für nachhaltiges Wirtschaften im Bergischen Städtedreieck.
Tragende Partner des Projekts sind die drei Bergischen Städte Wuppertal, Solingen und Remscheid mit ihren jeweiligen Wirtschaftsförderungen, die Bergische IHK und NRW.Energy4Climate.



