An zwei Tagen brachte die Circular Valley Convention (Öffnet in einem neuen Tab) Unternehmen, Start-ups, Wissenschaft und Politik zusammen. Als erste Messe betrachtet sie Kreislaufwirtschaft branchen- und materialübergreifend. Mehr als 100 Aussteller nutzen diese Plattform und präsentierten ihre Innovationen und nachhaltigen Geschäftsmodelle. Auf mehreren Bühnen sorgten über 200 Speaker für inhaltliche Impulse. Die Themen reichten von Plastikalternativen über nachhaltige Verpackungs- und Drucklösungen bis zu den Lebenszyklen von Elektronikprodukten. Ebenso im Fokus standen digitale Lösungen als Unterstützung für effizientere Prozesse, innovative Logistiklösungen und Finanzierungsstrategien für zirkuläre Projekte. Damit erzeugte die Messe auch politisch hohe Aufmerksamkeit. Unter anderem nahmen NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur und NRW-Umweltminister Oliver Krischer teil.
Starker Auftritt aus Wuppertal
Wuppertal und Kreislaufwirtschaft – das passt zusammen. Das wurde auf der Messe durch die große Zahl lokaler Aussteller*innen sichtbar. Mehr als 20 Unternehmen und Institutionen aus der Stadt nutzten die Plattform, um ihre innovativen und kreativen Lösungen zu präsentieren. Reuse, Repair, Recycle, Remanufacture... Sie setzen entlang des gesamten Produktlebenszyklus an, um Materialien möglichst lange im Umlauf zu halten und Ressourcen zu schonen.
Ein anschauliches Beispiel lieferte der Wuppertaler Fahnenhersteller FAHNEN HEROLD (Öffnet in einem neuen Tab). Bei der Produktion fallen naturgemäß Stoffreste an. Diese werden gesammelt und anders verwendet, etwa zur Herstellung robuster Wäschesäcke oder als Füllmaterial für Boxsäcke. Aus vermeintlichem Abfall entstehen so neue Produkte.
Beim Wuppertaler Traditionsunternehmen Vorwerk (Öffnet in einem neuen Tab) ist Langlebigkeit ein zentraler Bestandteil der Produktstrategie. Ein eigenes Repaircenter sorgt dafür, dass Geräte möglichst lange genutzt werden können. Gleichzeitig steigt der Anteil recycelter Kunststoffe in der Produktion. Ausgediente Bauteile werden zu Granulat verarbeitet und anschließend wieder als hochwertiger Rohstoff eingesetzt.
Auch bei Gebrüder Becker (Öffnet in einem neuen Tab) spielt Refurbishing eine wichtige Rolle. Der Hersteller von Vakuumpumpen und -systeme bietet die Wiederaufbereitung von Maschinen oder den Austausch einzelner Bauteile an.
Der Hersteller technischer Textilien Gebrüder Jaeger (Öffnet in einem neuen Tab) setzt bereits im Produktdesign an. Für einige Anwendungen wurden „nachhaltige Zwillinge“ entwickelt: Kunden können zwischen einer konventionell produzierten Variante und einer ressourcenschonenderen Alternative wählen.
Wie Recycling im großen Maßstab funktioniert, demonstrierte die AWG (Öffnet in einem neuen Tab). Bei der Müllverbrennung entsteht Schlacke, aus der zunächst Metalle und weitere Wertstoffe zurückgewonnen werden. Der verbleibende mineralische Anteil wird anschließend weiter genutzt – etwa im Straßenbau.
Wuppertal schafft nachhaltige Rahmenbedingungen
Auch am Gemeinschaftsstand der Wirtschaftsförderung Wuppertal herrschte reger Betrieb. Gemeinsam mit Partner*innen Hier wurde sichtbar, wie viele Initiativen und Projekte sich mit Transformation beschäftigen, um nachhaltige Rahmenbedingungen am Wirtschaftsstandort zu schaffen.
Das Team von Smart.Wuppertal (Öffnet in einem neuen Tab) stellte unter anderem die Projekte „Smart Waste Tal“ zum intelligenten Abfallmanagement sowie „Smart Circular Cities“ vor – ein Ansatz, der Wuppertal als Modellstadt für digitale Kreislaufwirtschaft denkt.
Ein weiteres Beispiel für Ressourceneffizienz ist das Projekt Circular.Office der Neue Effizienz (Öffnet in einem neuen Tab), das bei den EFRE.Stars NRW 2025 ausgezeichnet wurde. Ziel ist es, moderne Arbeitsumgebungen stärker nach Prinzipien der Kreislaufwirtschaft zu gestalten.
Für Fragen rund um nachhaltiges Bauen und Sanieren brachte das Gebäudemanagement (Öffnet in einem neuen Tab) der Stadt Wuppertal seine Expertise ein. Das Netzwerk ZNHoch3 (Öffnet in einem neuen Tab) zeigte, wie Unternehmen gemeinsam Strategien für zirkuläres Wirtschaften entwickeln.
Besonderer Hingucker am Stand war der Regiomat des Start-ups Local Life (Öffnet in einem neuen Tab). Besucher*innen konnten hier direkt testen, wie zukunftsfähige Quartiersversorgung mit regionalen Produkten die bestehende Lebensmittelversorgung ergänzten kann.
Aftermovie
Start-ups als Innovationstreiber
Neben etablierten Unternehmen präsentierten auch internationale Start-ups neue Lösungsansätze für die Circular Economy. Die 16 Start-ups des zehnten Accelerator-Batches von Circular Valley (Öffnet in einem neuen Tab) stellten ihre Technologien und Geschäftsmodelle vor. Die Teams adressieren industrielle Kernfragen wie Rohstoffsicherung, digitale Rückverfolgbarkeit und resiliente Lieferketten.
Kreislaufwirtschaft als Zukunftsstrategie
Die Messe machte deutlich: Circular Economy ist längst mehr als ein Recyclingthema. Sie entwickelt sich zunehmend zu einem strategischen Faktor für Innovation, Wertschöpfung und Wettbewerbsfähigkeit. Gerade im Zusammenspiel mit Digitalisierung, Künstlicher Intelligenz und Erneuerbaren Energien entstehen neue Möglichkeiten.
Die Wuppertaler Unternehmen und Institutionen haben auf der Circular Valley Convention gezeigt, wie vielfältig diese Transformation bereits heute gestaltet wird.
Die lokalen Aussteller*innen im Überblick
Zu den Wuppertaler Ausstellern gehörten:
AWG Wuppertal (Öffnet in einem neuen Tab)
BARMER (Öffnet in einem neuen Tab)
Bayer (Öffnet in einem neuen Tab)
Erfurt & Sohn (Öffnet in einem neuen Tab)
EGP Handelskontor (Öffnet in einem neuen Tab)
FAHNEN HEROLD (Öffnet in einem neuen Tab)
Gebrüder Becker (Öffnet in einem neuen Tab)
Gebrüder Jaeger (Öffnet in einem neuen Tab)
GEFA BANK (Öffnet in einem neuen Tab)
HUEHOCO (Öffnet in einem neuen Tab)
Kalkwerke Oetelshofen (Öffnet in einem neuen Tab)
Stadtsparkasse Wuppertal (Öffnet in einem neuen Tab)
Vorwerk (Öffnet in einem neuen Tab)
Westmetall (Öffnet in einem neuen Tab)
Wichernhaus Wuppertal (Öffnet in einem neuen Tab)
WSW Wuppertaler Stadtwerke (Öffnet in einem neuen Tab)



