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Aktuelles | 02.03.2026

Standort für Gesundheitsinnovationen

Beim großen Netzwerktreffen der Gesundheitsbranche betonten Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung die Innovationskraft des Standortes Wuppertal.

Großes Netzwerktreffen der Gesundheitsbranche bei der Bayer AG in Wuppertal.

Das Gesundheitswesen ist ein zentraler Standortmotor für Wuppertal – so begrüßte Oberbürgermeisterin Miriam Scherff rund 70 Gäste aus dem lokalen Gesundheitswesen. Sie sind der Einladung zu unserer Netzwerkveranstaltung „Gesundheit bewegt Wirtschaft“ gefolgt.

Dr. h. c. Josef Beutelmann, u. a. Vorsitzender der Aufsichtsräte Barmenia Krankenversicherung AG (Öffnet in einem neuen Tab) und Gothaer Krankenversicherung AG sowie Vorsitzender des Hochschulrates der Bergischen Universität, ordnete die Dimensionen des dynamischen Wirtschaftssektors in Deutschland ein:

  • 500 Milliarden Euro Wertschöpfung – rund 12 % des Bruttoinlandsprodukts
  • 6.000 Euro Gesundheitsausgaben pro Einwohner und Jahr
  • 7,7 Millionen Beschäftigte – jede sechste erwerbstätige Person
Dr. h. c. Josef Beutelmann gab eine Übersicht über die Situation der Gesundheitsbranche und bestätigte Wuppertal viel Potenzial.

Mit Blick auf den demografischen Wandel ist klar: Die Nachfrage wird weiter steigen. Gleichzeitig steht das System unter Druck. Kostenentwicklung und Fachkräftemangel erfordern strukturelle Antworten.

Innovationen schaffen Lösungen. Laut Beutelmann sind sie Voraussetzung für ein leistungsfähiges und bezahlbares Gesundheitssystem.

In Wuppertal gibt es dafür großes Potenzial. Das belegte Eva Platz, Vorständin der Wirtschaftsförderung Wuppertal, mit Zahlen:

  • über 45.000 Beschäftigte im Kompetenzfeld Health
  • mehr als 1.600 Betriebe (Stand 2022)
  • eine 15-fach höhere Spezialisierung in der Herstellung pharmazeutischer Erzeugnisse im Vergleich zum Bundesdurchschnitt

Das Feld ist sehr vielseitig, was es entsprechend schwierig macht, die Breite "unter einen Hut" zu bekommen. Von Wirkstoffproduzenten, Herstellern von Komponenten für Medizintechnik über große Versicherungsunternehmen bis hin zur hochspezialisierten Kliniklandschaft, Praxen, Therapieeinrichtungen und Pflege. 

Die Bayer AG ist noch immer fest mit ihrem Gründungsstandort Wuppertal verbunden.

Prominentes Beispiel für die Standortstärke ist unser Co-Gastgeber, die Bayer AG (Öffnet in einem neuen Tab). 1863 in Wuppertal gegründet, 1897 mit der Entdeckung des Aspirin-Wirkstoffs weltweit bekannt geworden und bis heute fest in der Stadt verankert.

Am Standort wird entlang der pharmazeutischen Wertschöpfungskette geforscht, entwickelt und produziert. Rund 20 Wirkstoffe für den internationalen Markt entstehen hier, mit Schwerpunkten in Kardiologie und Onkologie. Die räumliche Nähe schafft einen entscheidenden Vorteil: Geschwindigkeit in Prozessen. Das bestätigte Dr. Bert Lorenz, Head Site Management Wuppertal & Head SMIS HSE. Und: „Es werden neue Innovationen aus Wuppertal kommen“.

Im Fachpanel, moderiert von Dr. Jan Seidel von der Barmenia Next Strategies GmbH (Öffnet in einem neuen Tab), ergänzte Dr. Timo Fleßner (Global Manufacturing API & Medical Devices Lead, Bayer), dass selbst ein Konzern wie Bayer von Start-ups im Umfeld profitiert. Sie liefern Impulse für Innovation, nachwuchstalente und Kreativität.

Weitere zentrale Innovationsfelder:

  1. Digitalisierung
    Digitale Anwendungen verbessern Zugänge, entlasten Fachkräfte und ermöglichen neue Betreuungsformen. Dr. Sandra Zeh, Dezernentin für Personal, Digitalisierung und Wirtschaft, unterstrich die Bedeutung valider Daten als Grundlage für präzisere Prävention und mehr Teilhabe.

  2. Personalisierte Medizin
    Individuell zugeschnittene Therapien erhöhen Wirksamkeit und Effizienz – ein entscheidender Hebel für Qualität und Wirtschaftlichkeit.

  3. Neue Versorgungsmodelle
    Ambulante, stationäre und digitale Angebote wachsen stärker zusammen. Kooperation wird zum Erfolgsfaktor.

Dr. Katrin Linthorst, Dezernentin für Gesundheit, Klima- und Umweltschutz, verwies auf die Schnittstelle zwischen Gesundheits- und Umweltthemen – ein Feld mit erheblicher Relevanz für zukünftige Stadtentwicklung.

Als Impulsgeberin aus der Wissenschaft spielt die Bergische Universität eine zentrale Rolle. Zudem unterstrich Rektorin Prof. Dr. Birgitta Wolff die Rolle der Uni als Fachkräftemotor. Lehrstühle wie Gesundheitsökonomie und Management im Gesundheitswesen qualifizieren für ein zunehmend komplexes System. Hinzu kommen Psychologie, betriebliches Gesundheitsmanagement, Lebensmittelchemie oder Digital Health mit praxisrelevanten Anknüpfungspunkten.

Dr. Timo Fleßner von Bayer im moderierten Panel mit Dr. Jan Seidel von Barmenia Next Strategies und Dr. Katrin Linthorst, Dezernentin für Gesundheit, Klima- und Umweltschutz.

Dr. Holger Raphael, Geschäftsführer des Helios Universitätsklinikums Wuppertal (Öffnet in einem neuen Tab), bestätigte den Mehrwert enger Kooperationen mit Hochschulen für Versorgung, Forschung und Nachwuchssicherung.

Bei so viel Stärke ist das Ziel klar: „Wir wollen Wuppertal als Stadt der Gesundheitsinnovationen sichtbar machen“, so die Oberbürgermeisterin. Stadt und Wirtschaftsförderung sind dabei Brückenbauer zwischen Industrie, Wissenschaft, Versorgung und Start-ups.

Bei den Gästen kam das positive Signal an: „Toll, wie viele unterschiedliche Player heute hier waren. Ich nehme auf jeden Fall eine Menge Motivation mit, unser Netzwerk auszuweiten und zu intensivieren“, sagte Susanne Tetzlaff, Leiterin des AOK-Haus Wuppertal von der AOK Rheinland/Hamburg.

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

  • Wirtschaftsförderung Wuppertal
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